Chaos beim Fußballspiel: Gewalt, Pyrotechnik und Hitlergrüße in Berlin-Rummelsburg
Lea HerrmannChaos beim Fußballspiel: Gewalt, Pyrotechnik und Hitlergrüße in Berlin-Rummelsburg
Schwere Ausschreitungen bei Fußballspiel zwischen Sparta Lichtenberg und BFC Dynamo in Berlin-Rummelsburg
Bei einem Fußballspiel zwischen Sparta Lichtenberg und BFC Dynamo ist es im Berliner Stadtteil Rummelsburg zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Dabei warfen Fans Gegenstände auf Polizisten, zündeten Pyrotechnik und griffen Beamte an. Es gab zahlreiche Verletzte und Festnahmen.
Die Unruhen begannen, als Auswärtsfans des BFC Dynamo die Polizei mit Böllern, Glasflaschen und körperlichen Angriffen attackierten. Rund 150 Einsatzkräfte, unterstützt von Bundespolizisten, wurden zur Lageberuhigung eingesetzt. Zwölf Beamte erlitten Verletzungen, blieben aber im Dienst, während zudem ein Kind und ein Ordner verletzt wurden – in einem Fall durch akustisches Trauma nach lauten Explosionen.
Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel um 16:40 Uhr wegen des Chaos. Erst nach dem Eingreifen der Behörden konnte die Partie um 17:55 Uhr fortgesetzt werden. Vor dem Stadion zündeten BFC-Anhänger während der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit erneut Pyrotechnik, was die Spannungen weiter verschärfte.
Die Polizei nahm vier Personen fest, die später jedoch alle wieder freigelassen wurden. Gegen zwei BFC-Fans wird nun wegen des Verdachts auf Hitlergruß ermittelt – ein Verstoß gegen das Verbot verfassungsfeindlicher Symbole. Zudem erstatteten die Behörden zwei Strafanzeigen wegen schwerer Verstöße gegen die öffentliche Ordnung im Zusammenhang mit den Ausschreitungen.
Das Spiel endete unter massivem Polizeiaufgebot und laufenden Ermittlungen. Mehrere Menschen, darunter Beamte und Zuschauer, mussten nach den Zusammenstößen medizinisch versorgt werden. Gegen die Beschuldigten, denen Ordnungswidrigkeiten und die Verwendung verbotener Symbole vorgeworfen werden, laufen nun juristische Verfahren.






