05 April 2026, 10:15

FDP fordert radikale Verwaltungsreformen in Bergisch Gladbach – oder die Stadt droht der Kollaps

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut - Steuern für Reich und große Unternehmen weiter senken." zeigt.

FDP fordert radikale Verwaltungsreformen in Bergisch Gladbach – oder die Stadt droht der Kollaps

Die FDP in Bergisch Gladbach fordert dringende Reformen in der Stadtverwaltung. Angesichts der zu erwartenden Abnahme der erwerbsfähigen Bevölkerung wirft die Partei der aktuellen Debatte über Koalitionspolitik vor, wertvolle Zeit zu verschwenden. Stattdessen soll der Oberbürgermeister zügig Maßnahmen zur Modernisierung der Stadtstrukturen einleiten.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Personalsituation der Stadt deutlich verschlechtert: Die Kapazitäten sind bis an ihre Grenzen ausgereizt, die Zahl der unbesetzten Stellen ist stark angestiegen – über 100 Positionen sind weiterhin vakant –, während gleichzeitig die Anzahl der Aufgaben um 40 Prozent gewachsen ist. Um das jährliche Haushaltsdefizit von voraussichtlich rund 50 Millionen Euro bis 2030 zu bewältigen, sind Kürzungen geplant, darunter der Abbau von sieben Stellen in Bereichen wie Personalwesen, Ordnungsbehörden, Schulverwaltung und Liegenschaftsmanagement bis 2026.

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Die FDP betrachtet die Deckelung der Personalkosten als notwendigen Schritt hin zu einer modernen Verwaltung. Der Stadtrat und FDP-Mitglied Dr. Alexander Engel kritisiert, dass sowohl konservative als auch liberale Vorschläge von linken Parteien blockiert würden. Die FDP-Rätin Dorothee Wasmuth ergänzt, die Diskussionen müssten sich auf Lösungen konzentrieren statt auf politische Bündnisse.

Die Partei übt scharfe Kritik an der anhaltenden Debatte über eine "Brandmauer" zwischen den Parteien, die von den eigentlichen Herausforderungen ablenke. Sie drängt den Oberbürgermeister nun, die beschlossenen Maßnahmen ohne Verzögerung umzusetzen, und warnt, dass weitere Aufschübe die finanziellen und administrativen Probleme der Stadt verschärfen könnten.

Der Vorstoß der FDP kommt zu einer Zeit, in der Bergisch Gladbach mit einem angespannten Haushalt und einer schrumpfenden Belegschaft konfrontiert ist. Die geplanten Stellenstreichungen haben bereits Kritik von Personalvertretern ausgelöst, die vor Beeinträchtigungen der Verwaltungsarbeit warnen. Die Verantwortung liegt nun beim Oberbürgermeister, die Reformen wie vorgesehen voranzutreiben.

Quelle