FDP in Baden-Württemberg will mit radikalen Reformen Bürokratie abbauen und Eigentum fördern
Claudia HoffmannFDP in Baden-Württemberg will mit radikalen Reformen Bürokratie abbauen und Eigentum fördern
Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Baden-Württemberg hat ehrgeizige Pläne vorgelegt, um Bürokratie abzubauen und Landesgesetze zu reformieren. Mit einer Mitgliedschaft von rund 8.000 Personen blickt die Partei auf eine lange Tradition zurück.
Gegründet 1948 aus der Nachkriegspartei Demokratische Volkspartei (DVP), ist die FDP tief in der Landesgeschichte verwurzelt. Sie stellte 1952 den ersten Ministerpräsidenten Baden-Württembergs und ist seitdem durchgehend im Landtag vertreten. Bis 1968 erzielte die Partei regelmäßig zweistellige Wahlergebnisse, doch seit den 1970er-Jahren liegt ihre Unterstützung meist im einstelligen Bereich.
Bei der Landtagswahl 2021 erreichte die FDP 10,5 % – ein stärkeres Ergebnis als in vielen anderen Bundesländern. Unter dem Landesvorsitzenden Dr. Hans-Ulrich Rülke treibt die Partei nun weitreichende Reformen voran. Dazu gehören die Abschaffung des Bildungszeitgesetzes sowie des Tariftreue- und Mindestlohngesetzes. Zudem soll der Erwerb von Wohneigentum erleichtert werden, etwa durch die Senkung der Grunderwerbsteuer und den Verzicht auf die Pflicht zur Installation von Solaranlagen bei Neubauten.
Die Landtagsfraktion, offiziell FDP/DVP genannt, setzt sich weiterhin für liberale Politik ein. Ihre historische Rolle als Regierungspartner festigt den Ruf Baden-Württembergs als Hochburg des deutschen Liberalismus.
Die Vorschläge der FDP zielen darauf ab, bürokratische Hürden zu verringern und die Rahmenbedingungen für Unternehmen und Immobilienbesitzer zu verbessern. Sollten die Reformen umgesetzt werden, würden sie eine deutliche Wende in der Landespolitik markieren. Angesichts des langjährigen Einflusses der Partei in Baden-Württemberg könnten diese Pläne in künftigen Debatten an Fahrt gewinnen.
FDP's electoral ambitions dashed as party falls below 5% threshold in historic setback
The FDP's 2026 state election campaign ended in a shock defeat, with the party securing less than 5% of the vote and losing its Landtag representation for the first time in history. This outcome contrasts sharply with their 2021 success, when they won 10.5% of the vote. The result marks a dramatic reversal for a party long considered the region's liberal stronghold.






