FDP wirft SWR Inkompetenz und Ausgrenzung in Wohnungsbau-Debatte vor
Claudia HoffmannFDP wirft SWR Inkompetenz und Ausgrenzung in Wohnungsbau-Debatte vor
Hans-Ulrich Rülke, Vorsitzender der FDP Baden-Württemberg, wirft dem Südwestrundfunk (SWR) Vorurteile und Inkompetenz vor. Der Streit dreht sich um eine aktuelle Folge der Sendung Zur Sache Baden-Württemberg, die am 19. Februar ausgestrahlt wurde und sich mit der Wohnungsbaupolitik befasste. Rülke behauptet, das Programm habe die FDP unfair ausgegrenzt, während anderen Parteien Studiozeit eingeräumt wurde.
Auslöser des Konflikts war eine Videoaufnahme vom 12. Februar, in der ein SWR-Mitarbeiter erklärte, man werde Wohnungsbauexperten der "vier größten Fraktionen" einladen. Rülke argumentiert, dies ignoriere die FDP, deren Fraktion – neben Grünen, CDU, SPD und AfD – ebenfalls im Landtag vertreten sei. Auf Nachfrage habe der Mitarbeiter zunächst bestritten, dass die FDP-Fraktion größer sei als die der AfD, und später unsicher reagiert, als er auf den Fehler hingewiesen wurde.
Rülke sprach von einer Mischung aus "Unwissenheit, Inkompetenz und Voreingenommenheit". Er fordert eine sofortige Richtigstellung im Programm und hat jedes Mitglied des Landesverbandes aufgefordert, formell Beschwerde einzureichen. In der Sendung wurde die FDP lediglich in einem kurzen Videobeitrag gezeigt, während Vertreter von CDU, Grünen, AfD und SPD im Studio zu Wort kamen.
Der Vorfall verschärft die bereits angespannten Beziehungen zwischen der FDP und dem SWR. Die Partei war zuvor mit einer Klage gescheitert, die ihre Teilnahme an einer TV-Debatte vor der Landtagswahl erzwingen sollte. Die FDP hat inzwischen angekündigt, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.
Der Streit unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen der FDP und dem regionalen Rundfunk. Rülkes Forderung nach einer Korrektur und offiziellen Beschwerden spiegelt die Frustration der Partei über ihre wahrgenommene Ausgrenzung wider. Über das geplante Berufungsverfahren gegen das frühere Gerichtsurteil steht noch kein Ergebnis aus.
Court rejects FDP's appeal over SWR debate exclusion
The Verwaltungsgerichtshof has dismissed the FDP's appeal against the SWR's decision to exclude them from the 24 February debate. Key details include:
- The ruling confirms the SWR's 'abgestufte Chancengleichheit' principle allows prioritising CDU, Greens and AfD candidates.
- 'The FDP has no claim to participation in the debate' under current broadcast rules, per the court.
- The decision rejects all FDP demands to exclude AfD or reschedule the event before 8 February.





