Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland bis 2025 – warum die Krise jetzt zuschlägt
Claudia HoffmannFesto streicht 1.300 Jobs in Deutschland bis 2025 – warum die Krise jetzt zuschlägt
Festo kündigt umfangreichen Umstrukturierungsplan an
Das familiengeführte Unternehmen Festo, das auf Automatisierungstechnik und technische Bildung spezialisiert ist, hat einen weitreichenden Restrukturierungsplan angekündigt. Im Rahmen eines globalen Transformationsprogramms sollen bis Ende 2025 rund 1.300 Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut werden. Der Schritt folgt auf drei Jahre mit rückläufigen Umsätzen und wachsendem Wettbewerbsdruck aus asiatischen Märkten.
Der Stammsitz des Unternehmens befindet sich in Esslingen; weltweit beschäftigt Festo etwa 20.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 8.200 in Deutschland. 2025 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang um 3,7 Prozent auf 3,33 Milliarden Euro – der dritte Rückgang in Folge. Geschäftsführer Thomas Böck betonte die Dringlichkeit von Maßnahmen und warnte, dass Verzögerungen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter schwächen könnten.
Die Stellenstreichungen sollen die Finanzierung von Effizienzsteigerungen und Wachstumsinitiativen ermöglichen. Festo ist führend in der industriellen Automatisierung, unter anderem mit pneumatischen Systemen, Softwarelösungen und KI-gestützten Technologien. Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte die Entlassungen scharf und argumentierte, sie würden die industrielle Stärke Deutschlands untergraben.
Das Unternehmen passt seine globalen Aktivitäten an, um seine Führungsposition in den Bereichen Automatisierung und technische Ausbildung zu halten. Marktveränderungen, der zunehmende Wettbewerb aus Asien und geopolitische Spannungen haben die Umstrukturierung erzwungen. In Deutschland sollen die Abläufe verschlankt werden, um langfristige Investitionen in Innovation zu sichern.
Bis Ende 2025 werden rund 1.300 Stellen in Deutschland abgebaut. Festo strebt an, seine Marktposition durch höhere Effizienz und gezieltes Wachstum zu stärken. Trotz der Herausforderungen bleibt das Unternehmen auf Automatisierungstechnologien und technische Bildung fokussiert.






