Gifhorns Mühlenmuseum droht der Verfall – Stadt muss 280.000 Euro retten
Claudia HoffmannGifhorns Mühlenmuseum droht der Verfall – Stadt muss 280.000 Euro retten
Gifhorns Mühlenmuseum dringend sanierungsbedürftig nach Jahren des Verfalls
Nach Jahren der Vernachlässigung steht das Mühlenmuseum in Gifhorn vor dringend notwendigen Reparaturen. Die Bausubstanz hat stark gelitten – besonders betroffen sind Dachziegel und tragende Balken. Nun muss die Stadt handeln, um weiteren Verfall und steigende Kosten zu verhindern.
Der private Betreiber des Museums war zwar für die Instandhaltung zuständig, kann die Arbeiten jedoch aufgrund einer Insolvenz nicht mehr finanzieren. Strafverfahren und das laufende Insolvenzverfahren haben die finanzielle Grundlage des Standorts zerstört. Daher schlägt die Stadtverwaltung vor, 280.000 Euro aus dem Haushalt 2026 für die dringendsten Maßnahmen bereitzustellen.
Deutlich sichtbar sind die Schäden etwa durch Holzwurmbefall an tragenden Holzkonstruktionen oder bröckelnde Dachziegel. Auch das Eingangstor ist in Mitleidenschaft gezogen – Sicherheitsbedenken und die langfristige Stabilität des Gebäudes geben Anlass zur Sorge. Experten warnen: Werden die Reparaturen weiter aufgeschoben, verschlimmern sich die Schäden, und die Kosten steigen weiter an.
Über den Finanzierungsantrag wird der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am 8. April entscheiden. Die Verantwortlichen betonen, dass der Erhalt des Museums im öffentlichen Interesse liege und die Stadt daher in die Pflicht genommen sei.
Falls der Antrag bewilligt wird, sollen die 280.000 Euro die akutesten strukturellen Probleme beheben. Ohne Maßnahmen wird sich der Zustand des Gebäudes weiter verschlechtern – mit noch höheren Sanierungskosten als Folge. Die Entscheidung des Rates wird zeigen, ob das Museum in den kommenden Monaten stabilisiert werden kann.






