Göppingen reformiert seine Stadtwerke: Effizienzsteigerung ab 2027
Claudia HoffmannGöppingen reformiert seine Stadtwerke: Effizienzsteigerung ab 2027
Der Gemeinderat von Göppingen hat eine umfassende Umstrukturierung der städtischen Unternehmen beschlossen. Die Änderungen treten im Januar 2027 in Kraft und sind Teil der größeren Verwaltungsreform "NewOrg 2024". Langfristig erhoffen sich die Verantwortlichen durch den Schritt erhebliche jährliche Einsparungen.
Laut dem neuen Plan wird der kommunale Entwässerungsbetrieb (SEG) noch in diesem Jahr aufgelöst. Seine Aufgaben gehen in den Stadtwerken Göppingen (SWG) auf, die zudem künftig das Parkraummanagement als eigenständige Einheit übernehmen. Gleichzeitig wird die Bodenentwicklungsgesellschaft (BEG) geschlossen; ihre Tätigkeiten werden an das städtische Bauamt übertragen.
Bei der Umstrukturierung bleiben alle Arbeitsplätze und bestehenden Arbeitsverträge erhalten. Die Wohnbau Göppingen GmbH und die Business-Park Göppingen GmbH werden enger zusammenarbeiten, um Wohn- und Gewerbeflächenprojekte voranzutreiben. Die Stadthalle als Veranstaltungsort der Stadt bleibt unverändert in direkter kommunaler Trägerschaft.
In den vergangenen fünf Jahren verzeichneten die Stadtwerke Göppingen ein stetiges Umsatzwachstum von jährlich 5 bis 7 Prozent. Treiber waren vor allem der Ausbau erneuerbarer Energien, darunter ein großer Solarpark im Jahr 2023 und die Modernisierung der intelligenten Stromnetze 2024. Auch Partnerschaften mit EnBW im Bereich Elektromobilität sowie lokale Wasserstoffprojekte, die 2022 gestartet wurden, trugen zu dem Anstieg bei.
Ziel der Neuordnung ist es, Dienstleistungen effizienter zu gestalten und die Kosten um mehrere hunderttausend Euro pro Jahr zu senken. Da keine Arbeitsplätze abgebaut werden und zentrale Bereiche gebündelt werden, erwartet die Stadt eine reibungslosere Steuerung der Versorgungsbetriebe, der Flächenentwicklung und öffentlicher Einrichtungen. Die Änderungen werden Anfang 2027 offiziell umgesetzt.






