Grevenbroich kämpft gegen explodierende Kreisumlagen – Bürgermeister fordert Reformen
Nina BauerGrevenbroich kämpft gegen explodierende Kreisumlagen – Bürgermeister fordert Reformen
Grevenbroich steht unter wachsendem Finanzdruck, da steigende Kreisumlagen den Haushalt belasten. Bis 2026 werden die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt die vollständigen Kosten für diese Pflichtabgabe an den Kreis nicht mehr decken. Bürgermeister Klaus Krützen fordert nun dringend Reformen, um die Last für die Kommunen im Rhein-Kreis Neuss zu verringern.
Die Kreisumlage – eine jährliche festgelegte Abgabe der Gemeinden an den Kreis – ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. 2024 zahlte Grevenbroich 33,8 Millionen Euro, doch für 2026 werden über 50 Millionen Euro prognostiziert – ein Anstieg von mehr als 50 Prozent in nur zwei Jahren. Auch der Umlagesatz selbst stieg, von 34,9 Prozent im Jahr 2025 auf voraussichtlich 36,39 Prozent 2026, was die Belastung weiter verschärft.
Diese Entwicklung drückt die kommunalen Haushalte zusammen und lässt weniger Spielraum für Schulen, Kitas, Straßen und soziale Programme. Besonders betroffen ist neben Grevenbroich auch Rommerskirchen, wo die Kreisumlage einen großen Teil der Finanzen verschlingt. Krützen warnt: Ohne Entlastung werde es für die Städte immer schwieriger, grundlegende Dienstleistungen und zukünftige Projekte zu finanzieren.
Der Bürgermeister setzt sich für ein verbindliches Sparziel von zwei Prozent ein, den sogenannten globalen Minderaufwand, der in den Kreishaushalt aufgenommen werden soll. Dies würde die finanzielle Belastung der Kommunen begrenzen und eine gerechtere Kostenverteilung sicherstellen. Unterstützt von kommunalen Spitzenverbänden, präsentiert er den Vorschlag als notwendigen Schritt, um die lokale Selbstverwaltung und Lebensqualität zu schützen.
Die steigende Kreisumlage zwingt Städte wie Grevenbroich bereits jetzt, bei wichtigen Investitionen zu sparen. Krützens Forderung nach einem verbindlichen Sparziel soll die Last mindern und kommunale Leistungen sichern. Ohne Änderungen wird sich der finanzielle Druck auf die Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss weiter verschärfen.






