Hamburger Dom: Ein Anwohner wagt sich auf die Achterbahn – und bereut es
Claudia HoffmannHamburger Dom: Ein Anwohner wagt sich auf die Achterbahn – und bereut es
Der Hamburger Dom – ein Festplatz mit Tradition im Heiligengeistfeld
Seit Jahrzehnten prägt der Hamburger Dom das Bild des Heiligengeistfelds. Ein Anwohner, der seit 26 Jahren dreimal jährlich das bunte Treiben aus der Nähe beobachtet, wagte diesmal aus reiner Neugier den Schritt auf eine Attraktion – und wohl zum ersten und letzten Mal.
Eigentlich war der Ausflug in eine Aussichtsgondel nicht geplant. Zwei Freunde überredeten den zögerlichen Teilnehmer zu einer 70 Meter hohen Fahrt. Vor dem Einsteigen stand jedoch eine klare Regel: Wer mit dem Aufzug hinauffuhr, musste auch wieder mit ihnen hinunter.
Im Laufe der Jahre sind die Fahrgeschäfte des Doms immer extremer geworden. Mutige Besucher werden heute in schwindelerregende Höhen katapultiert, gedreht und durch die Luft geschleudert – bis zu 100 Meter hinauf. Der Anwohner gesteht, früher schon mal auf seinem Balkon gestanden und die Lust verspürt zu haben, den Fahrgästen Warnrufe vor den Gefahren zuzurufen. Abends dringen ohrenbetäubende Schreie bis in sein Wohnzimmer.
Während einer der Freunde ein begeisterter Fan des Hamburger Doms bleibt, reicht dem Neuling dieses eine Erlebnis: Eine Wiederholung wird es nicht geben.
Der Rummelplatz zieht nach wie vor Adrenalinjunkies mit seinen rasanten Attraktionen an. Doch für manche Anwohner sind Lärm und Hektik aus der Distanz am besten zu ertragen. Für den Abenteurer nach diesem kurzen Ausflug steht fest: Der Boden ist der sicherste Ort.






