Handwerk im Kreis Steinfurt kämpft mit Energiekosten und Lieferengpässen
Paul WagnerHandwerk im Kreis Steinfurt kämpft mit Energiekosten und Lieferengpässen
Handwerksbetriebe im Kreis Steinfurt kämpfen mit steigenden Energiekosten und Lieferkettenproblemen
Landrat Dr. Martin Sommer hat sich kürzlich mit Vertretern der Innungen getroffen, um über Lösungsansätze und neue Chancen durch aktualisierte Vergaberichtlinien zu sprechen.
Beim jährlichen Austausch kamen Verantwortliche des Kreises Steinfurt und der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf zusammen. Dr. Sommer betonte die Bedeutung der dualen Berufsausbildung für stabile Karrierewege und die Bewältigung von Nachfolgeproblemen im Handwerk.
Die neuen öffentlichen Vergaberegeln, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten, sehen mehr Flexibilität und weniger Bürokratie vor. Kleinere Auftragslose sollen lokalen Handwerksbetrieben bessere Chancen bei der Vergabe öffentlicher Projekte bieten. Der Kreis unterstützt zudem über die Innung und die WESt (Wirtschafts- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt) bei Betriebsübergaben und -übernahmen.
Steigende Energiekosten, verschärft durch die Spannungen im Iran, setzen die Betriebe zusätzlich unter Druck. Lieferkettenengpässe und Investitionszögerlichkeit belasten die Situation weiter. Die Teilnehmer wiesen auch auf die Notwendigkeit hin, Schwarzarbeit entschlossener zu bekämpfen, da diese den fairen Wettbewerb untergräbt und das Sozialsystem gefährdet.
Die Veranstaltung endete mit dem Bekenntnis zu einer vertrauensvollen und engen Zusammenarbeit zwischen Kreis und Handwerkerschaft.
Neue Vergaberichtlinien sollen Handwerk entlasten Die überarbeiteten Vergaberegeln zielen darauf ab, Handwerksbetrieben durch vereinfachte Ausschreibungsverfahren und kleinere Auftragsvolumina den Zugang zu öffentlichen Aufträgen zu erleichtern. Beratungsangebote für Betriebsnachfolgen bleiben bestehen, während die laufende Zusammenarbeit Lösungen für Energiekosten, Lieferprobleme und Schwarzarbeit erarbeiten soll. Kreis und Handwerkerschaft wollen auch künftig eng zusammenarbeiten, um die lokale Handwerksbranche zu stabilisieren.






