Hettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf 1.000 Euro Gehaltserhöhung
Lea HerrmannHettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf 1.000 Euro Gehaltserhöhung
Tausende Beschäftigte des Möbelzulieferers Hettich haben sich bereit erklärt, eine anstehende Gehaltserhöhung zu verschieben. Das Unternehmen schlug den Schritt vor, um die finanzielle Belastung zu verringern – über 90 Prozent der Belegschaft stimmten dem Angebot zu. Durch die Entscheidung verzichten die Mitarbeiter im kommenden Jahr auf mehr als 1.000 Euro pro Person.
Die für den 1. April geplante Erhöhung hätte die Löhne um 3,1 Prozent steigen lassen. Stattdessen bat Hettich die Belegschaft, die Anpassung um zwölf Monate aufzuschieben, und begründete dies mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Durch die Verschiebung spart das Unternehmen voraussichtlich mehrere Millionen Euro.
Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte den Plan scharf und warf dem Unternehmen vor, die Beschäftigten unzumutbar unter Druck zu setzen. Hettich wies diese Vorwürfe zurück und betonte, dass die Mitarbeiter frei entscheiden konnten, ob sie sich beteiligen. Trotz der Bedenken der Gewerkschaft unterstützte die große Mehrheit der Belegschaft den Vorschlag.
Mit der nun beschlossenen Verschiebung umgeht Hettich eine erhebliche finanzielle Belastung. Die Gehaltserhöhung wird ein Jahr später als ursprünglich geplant ausgezahlt. Weitere Sparmaßnahmen hat das Unternehmen bisher nicht angekündigt.






