Nach Interview-Kritik: HSV setzt Glatzel nicht ein - HSV streicht Robert Glatzel nach Kritik an mangelnder Spielzeit
Der Hamburger SV hat Stürmer Robert Glatzel für das bevorstehende Spiel gegen Borussia Dortmund aus dem Kader gestrichen. Die Entscheidung folgt auf Äußerungen des Spielers in einem Interview, in denen er sich über seine begrenzte Spielzeit beklagte. Vereinsvertreter bezeichneten den Schritt als disziplinarische Maßnahme und nicht als Reaktion auf den Inhalt seiner Aussagen.
Glatzel hatte der Hamburger Morgenpost von seiner Frustration erzählt, nur Ersatzspieler zu sein. Er kritisierte seine Rolle im Team und äußerte Unzufriedenheit über die geringe Einsatzzeit. Statt auf die inhaltlichen Punkte seiner Aussagen einzugehen, missbilligte der Verein, dass er diese öffentlich ohne vorherige Absprache geäußert hatte.
Cheftrainer Merlin Polzin und Sportdirektor Claus Costa entschieden gemeinsam über die Strafe. Ihre Vorgehensweise unterstreicht die Haltung des HSV, dass interne Angelegenheiten nicht nach außen getragen werden sollten. Ob frühere ähnliche Vorfälle die Entscheidung beeinflussten, ließ der Verein offen – in den verfügbaren Unterlagen finden sich vor allem andere Themen wie Fanstreitigkeiten oder Verletzungen.
Aufgrund der disziplinarischen Maßnahme wird Glatzel das Spiel gegen Borussia Dortmund verpassen. Die Reaktion des Vereins zeigt dessen Linie bei nicht abgestimmten öffentlichen Stellungnahmen von Spielern. Über die Dauer seines Ausschlusses oder mögliche weitere Konsequenzen wurden keine weiteren Details bekannt gegeben.






