05 April 2026, 08:15

Mainz plant 2027 die Umstellung auf Gelbe-Tonne-System trotz Widerständen

Zwei gelbe und graue Mülltonnen mit Rädern nebeneinander vor einem Gebäude mit einer Wand und einem Fenster.

Mainz plant 2027 die Umstellung auf Gelbe-Tonne-System trotz Widerständen

Mainz treibt die Pläne voran, bis 2027 auf ein "Gelbe-Tonne"-System für die Müllabfuhr umzustellen. Die Umstellung soll die anhaltenden Probleme mit herumliegendem Abfall und aufgerissenen Säcken bei der vierzehntägigen Abholung lösen. Bisher verzögerten jedoch der aktuelle Entsorgungspartner und rechtliche Hürden die Umsetzung.

2019 beschloss der Stadtrat, das bestehende System der gelben Säcke durch eine feste Tonne zu ersetzen. Die Stadtverwaltung argumentierte, dass Tonnen die fast neun Kilogramm falsch entsorgten Abfalls pro Person und Jahr reduzieren würden – in ländlichen Gebieten sind es sogar 17 Kilogramm. Doch der Wechsel stieß auf sofortigen Widerstand von BellandVision, dem aktuellen Entsorgungspartner, der behauptete, Tonnen würden die Trennquoten verschlechtern und den Restmüll erhöhen.

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Ein Verwaltungsgericht blockierte die Umstellung später mit der Begründung, das Mainzer Vollservice-Modell erfülle nicht die gesetzlichen Anforderungen. Trotzdem hat die Stadt kürzlich eine neue Rahmenrichtlinie erlassen, um einen Ersatzanbieter zu finden, der bereit ist, das Tonnensystem einzuführen. Die Umstellung, nun für den 1. Januar 2027 geplant, könnte für Eigentümer zusätzliche Kosten mit sich bringen.

Aktuell gibt es keine Studien, die vergleichen, wie sich das Tonnensystem auf die Mülltrennung in ländlichen Gebieten im Vergleich zur alten Sackmethode auswirken könnte. Die verfügbaren Daten befassen sich stattdessen mit unrelateden Themen wie Bildung, Wasser und Energie in ländlichen Regionen.

Die Stadt bleibt entschlossen, das Gelbe-Tonne-System in drei Jahren einzuführen. Zunächst muss jedoch ein neuer Entsorgungspartner gefunden werden, während die Bürger mit höheren Gebühren rechnen müssen. Der Erfolg der Umstellung hängt davon ab, ob die noch bestehenden rechtlichen und logistischen Hindernisse überwunden werden können.

Quelle