Mainz wird grün: 10 Millionen Euro für bunte Fassaden und mehr Lebensqualität
Nina BauerMainz wird grün: 10 Millionen Euro für bunte Fassaden und mehr Lebensqualität
Mainz startet ehrgeizigen Plan: Die Stadt wird grün – im wahrsten Sinne des Wortes
Bis Ende des Jahres sollen Tausende Gebäude im Rahmen eines 10-Millionen-Euro-Projekts in verschiedenen Grüntönen neu gestrichen werden. Die Initiative folgt auf jahrelange Debatten darüber, wie die Stadt umweltfreundlicher gestaltet werden kann. Frühere Pläne, den Betonanteil zu reduzieren, wurden jedoch verworfen.
Im Mittelpunkt der Umgestaltung stehen zentrale Bereiche wie die Gebäude rund um den Mainzer Markt, das Neustadtviertel und das Staatstheater. Auch der Leichhof-Friedhof soll "begrünt" werden, während noch unklar ist, ob der Mainzer Dom in die Maßnahmen einbezogen wird. Parallel dazu kehren die Polizeibeamten der Stadt zu grünen Uniformen zurück, und der lokale Fußballverein Mainz 05 wird künftig in grünen Trikots auflaufen.
Neubauprojekte wie der Vorplatz der Universität oder das Zollhafen-Gelände waren in der Vergangenheit wegen ihrer kargen, tristen Optik in die Kritik geraten. Statt Beton abzubauen, setzt die Stadt nun auf das einfache Überstreichen bestehender Strukturen. Künftig sollen alle neuen Bauvorhaben zudem grüne Fassaden vorweisen müssen.
Die Europäische Union fördert Städte mit hohen Millionenbeträgen, wenn mindestens 35 Prozent der Innenstadtfläche "grün" sind. Mainz hat diese Marke zwar noch nicht erreicht, doch das Streichprojekt ist ein sichtbarer Schritt in diese Richtung.
Bis Ende 2024 wird das Vorhaben die Stadt rund 10 Millionen Euro kosten. Gelingt es, könnte Mainz damit den Zugang zu EU-Mitteln für weitere städtische Begrünungsmaßnahmen ebnen. Der Fokus liegt zunächst darauf, Gebäude neu zu streichen und grüne Elemente in den öffentlichen Raum zu integrieren.






