05 April 2026, 04:15

Neue MsbG-Novelle revolutioniert Energieabrechnung in Deutschland ab 2025

Nahaufnahme eines Elektrizitätszählers an der Seite eines Gebäudes mit einem Banner oben mit Text

Neue MsbG-Novelle revolutioniert Energieabrechnung in Deutschland ab 2025

Deutschland aktualisiert seine Regeln für die Energieabrechnung mit einer zweiten Novelle des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG). Die für Ende 2025 geplanten Änderungen führen strengere Standards, neue digitale Werkzeuge und klarere Abläufe ein. Ziel ist es, die Zuverlässigkeit und Zusammenarbeit bei der Steuerung des deutschen Energiesystems zu verbessern.

Ab Juli 2026 gelten bundesweit standardisierte Verträge für Messdienstleistungen. Diese regeln unter anderem Vertragsstrafen, monatliche Zahlungsmodalitäten und vereinfachte Installationsschritte. Die neuen Vorschriften sollen für mehr Einheitlichkeit auf dem deutschen Energiemarkt sorgen.

Eine zentrale Plattform, der MaBiS-Hub, wird die Kommunikation für Abrechnungs- und Bilanzierungsdaten optimieren. Zudem werden spezialisierte Marktrollen eingeführt, um die Datenqualität und Prozesssicherheit zu erhöhen. Verbraucher erhalten künftig verpflichtend alle 15 Minuten aktualisierte Verbrauchsdaten.

Die Novelle fördert die Zusammenarbeit zwischen den grundzuständigen Messstellenbetreibern (gMSB) durch gezielte Anreize. Gleichzeitig wird eine Mindestnutzungsdauer für intelligente Messsysteme festgelegt, um vorzeitige Austauschmaßnahmen zu vermeiden. Anlagen ohne Einspeisung ins Netz benötigen künftig keine Steuerungseinheiten mehr.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Stand des zweiten Quartals 2025 waren erst 1.607.202 Haushalte – das entspricht 3,0 % der 54.275.109 Messstellen in Deutschland – mit intelligenten Messsystemen (iMSys) ausgestattet. Bei den verpflichtenden Fällen (Verbrauch zwischen 6.000 und 100.000 kWh) lag die Ausstattungsquote bei 16,4 % und verfehlte damit das für Dezember 2025 gesetzte Ziel von 20 %.

Die neuen Regelungen treten Ende 2025 in Kraft, die Standardverträge starten Mitte 2026. Die Reformen sollen die Digitalisierung beschleunigen, die Datenverarbeitung verbessern und ein reibungsloseres Energiemanagement ermöglichen. Trotz der bisher unter den Zielen liegenden Verbreitung intelligenter Zähler zielen die Änderungen darauf ab, Verzögerungen und Ineffizienzen zu beheben.

Quelle