Neverland Ranch: Vom Märchenland zum Ort der Kontroversen um Michael Jackson
Lea HerrmannNeverland Ranch: Vom Märchenland zum Ort der Kontroversen um Michael Jackson
Michael Jacksons Neverland Ranch war einst ein Symbol für seinen Ruhm und seine Kreativität. Ende der 1980er Jahre erbaut, wurde das weitläufige Anwesen in den 1990er und 2000er Jahren durch Vorwürfe wegen Kindesmissbrauchs berüchtigt. Der Sänger, der vom Kinderstar zum weltweiten Pop-Ikone aufstieg, kehrte nach seinem Prozess im Jahr 2005 nie wieder auf das Gelände zurück.
Jackson hatte das 2.700 Hektar große Anwesen in der Nähe von Los Olivos, Kalifornien, Ende der 1980er Jahre erworben. Er tauft es in Neverland Ranch um – inspiriert von der magischen Welt aus Peter Pan. Mit der Zeit stattete er das Grundstück mit aufwendigen Attraktionen aus: ein Kino, ein Tanzstudio, ein Bahnhof, ein Streichelzoo, eine Spielhalle und sogar ein kleiner Freizeitpark entstanden dort.
1993 warf der 13-jährige Jordan Chandler Jackson vor, ihn missbraucht zu haben. Der Fall wurde außergerichtlich mit einer Zahlung von über 20 Millionen Dollar geregelt, um einen öffentlichen Prozess zu vermeiden. Ein Jahrzehnt später, 2003, sah sich Jackson neuen Anklagen ausgesetzt – sieben Vorwürfen wegen Kindesmissbrauchs. Nach einem hochmedialen Prozess wurde er 2005 freigesprochen.
Trotz des Freispruchs kehrte der Sänger nie nach Neverland zurück. Der Ruf des Anwesens war durch die Ermittlungen unwiderruflich beschädigt. Jackson starb vier Jahre später, am 25. Juni 2009, in einem anderen Haus in Los Angeles. Er wurde 50 Jahre alt.
Die Neverland Ranch bleibt untrennbar mit Jacksons außergewöhnlicher Karriere und den Kontroversen verbunden, die sie begleiteten. Das einst private Märchenland steht heute als Mahnmal sowohl für sein künstlerisches Erbe als auch für die juristischen Auseinandersetzungen, die seine letzten Jahre überschatteten. Nach seinem Tod wurde das Anwesen verkauft und später unter neuem Namen umgestaltet.






