Niedersachsen diskutiert den Frauentag als neuen gesetzlichen Feiertag
Lea HerrmannNiedersachsen diskutiert den Frauentag als neuen gesetzlichen Feiertag
In Niedersachsen läuft eine Kampagne, den Internationalen Frauentag zu einem gesetzlichen Feiertag zu erklären. Das Bundesland hat derzeit mit nur zehn die wenigsten Feiertage in Deutschland. Befürworter argumentieren, dass dieser Schritt zentrale Themen wie Gleichberechtigung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in den Fokus rücken würde.
Ein Bündnis aus DGB, Ver.di und dem Landesfrauenrat startete 2024 eine Petition, die über 5.000 Unterschriften sammelte und später dem Petitionsausschuss des Niedersächsischen Landtages vorgelegt wurde. Der Ausschuss leitete sie zur weiteren Prüfung an das Parlament weiter.
Das Innenministerium prüft den Vorschlag nun. Sollte das Parlament dem Vorhaben zustimmen, müsste dennoch ein offizieller Antrag von einer Fraktion eingebracht werden. Eine Delegation plant, während der nächsten Plenarsitzung am Mittwoch vor dem Landtag in Hannover zu demonstrieren.
Wirtschaftsverbände äußerten Bedenken hinsichtlich möglicher wirtschaftlicher Folgen. Ver.di verweist jedoch auf Studien, die zeigen, dass zusätzliche Feiertage in der Vergangenheit keine negativen Auswirkungen hatten.
Unklar bleibt das weitere Verfahren zur Einführung des neuen Feiertags. Es könnte noch einige Zeit dauern, bis Niedersachsen einen elften gesetzlichen Feiertag einführen könnte. Ziel des Antrags ist es, eine regelmäßige gesellschaftliche Debatte über Gleichstellung und damit verbundene Themen zu gewährleisten.
