Pflegeversicherung steht vor Milliardenloch – Ministerin korrigiert Prognosen drastisch nach oben
Paul WagnerPflegeversicherung steht vor Milliardenloch – Ministerin korrigiert Prognosen drastisch nach oben
In Deutschlands gesetzlicher Pflegeversicherung klafft ein weit größeres Finanzloch als bisher angenommen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat die Zahlen nun nach oben korrigiert und warnt vor einem wachsenden Defizit in den kommenden Jahren.
Ursprünglich war Warken von einer Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 6 Milliarden Euro ausgegangen. Aktuelle Berechnungen zeigen jedoch, dass das Defizit im nächsten Jahr bereits 7,5 Milliarden Euro erreichen wird. Die Ministerin legte diese überarbeiteten Prognosen kürzlich den Gesundheitsministern der Länder in einer Sitzung vor.
Langfristig verschärft sich die finanzielle Lage weiter. Bis 2028 könnte das Defizit die Marke von 15 Milliarden Euro überschreiten. Die neuen Zahlen verdeutlichen einen stärkeren Kostenanstieg, als bisher erwartet wurde.
Die angepassten Schätzungen zwingen die Politik nun, eine größere Finanzierungslücke in der Pflegeversicherung zu schließen. Da die Ausgaben schneller steigen als die Einnahmen, werden in naher Zukunft Anpassungen des Systems unvermeidbar sein.






