Philologenverband prangert Fehlverwendung von Bundesmitteln für Schulen an
Paul WagnerPhilologenverband prangert Fehlverwendung von Bundesmitteln für Schulen an
Deutscher Philologenverband kritisiert Verwendung von Bundesmitteln für Schulen
Der Deutsche Philologenverband (DPhV) übt scharfe Kritik an der Verwendung von Bundesgeldern im Bildungsbereich. Trotz eines 500-Milliarden-Euro-Sondervermögens für Infrastruktur- und Klimaprojekte gelange zu wenig davon in die Schulen, moniert der Verband. Studien zeigen nun, dass die im Jahr 2025 aufgenommenen Kredite oft bestehende Ausgaben ersetzten, statt zusätzliche Investitionen zu fördern.
Die Bedenken des DPhV stützen sich auf Erkenntnisse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (IW) und des ifo Instituts. Beide kommen zu dem Schluss, dass ein erheblicher Teil der 2025 geliehenen Mittel nicht für neue Investitionen verwendet wurde. Stattdessen flossen die Gelder in laufende Kosten – ein Verstoß gegen den eigentlichen Zweck des Sondervermögens gemäß Artikel 143h des Grundgesetzes.
Auch der DigitalPakt 2.0, für den bis 2030 fünf Milliarden Euro vorgesehen sind, decke den tatsächlichen Bedarf bei Weitem nicht, so der DPhV. Der Verband hatte gefordert, mindestens 60 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen für Schulsanierungen und Modernisierungen bereitzustellen. Gleichzeitig schätzt die KfW, dass die Kommunen allein bei Schulgebäuden einen Investitionsstau von 67,8 Milliarden Euro bewältigen müssen.
"Jüngere Generationen werden die Zeche zahlen", betonte Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des DPhV. Die Schüler von heute erbten zwar die Schulden, profitierten aber kaum von verbesserten Lernbedingungen. Der Verband fordert die Bundesländer nun auf, eine einheitliche Strategie zu entwickeln, die sicherstellt, dass die Mittel verbindlich für konkrete Schulprojekte eingesetzt werden.
Die Kritik des DPhV unterstreicht die seit Langem bekannten Probleme im Bildungssektor. Angesichts des Milliardenbedarfs für Instandhaltung und Modernisierung von Schulen pocht der Verband auf strengere Kontrollen bei der Mittelvergabe. Ohne Kurskorrektur drohe die Lücke zwischen notwendigen Investitionen und tatsächlichen Ausgaben weiter zu wachsen.






