Rauchen wird unter jungen Berlinern wieder zum Trend – trotz Verbote und Gesundheitswarnungen
Paul WagnerRauchen wird unter jungen Berlinern wieder zum Trend – trotz Verbote und Gesundheitswarnungen
Rauchen kehrt als Trend unter jungen Deutschen zurück – besonders in Berlin
Was einst mit Rebellion und Freiheit assoziiert wurde, erlebt als Zigarette ein Comeback bei einer neuen Generation. Währenddessen hat Großbritannien ein radikales Gesetz eingeführt, um das Rauchen einzudämmen – Kritiker halten es für ungerecht gegenüber Jüngeren.
Tabak hatte über die Jahrhunderte hinweg unterschiedliche Bedeutungen: Bei Jäger- und Sammlerkulturen diente er rituellen Zwecken, in Europa galt er unter der Elite als Statussymbol. Jahrelang war Rauchen ein männlich dominiertes Privileg, das Reichtum und Macht signalisierte.
Im 20. Jahrhundert stand der rauchende Mann oft für Intellekt und Autorität. Frauen, die rauchten, wurden dagegen als geheimnisvoll und verführerisch wahrgenommen. Heute sehen junge Menschen in Berlin in der Zigarette ein Zeichen von Trotz und Unabhängigkeit.
Das neue britische Gesetz geht einen radikalen Weg: Wer nach 2009 geboren wurde, darf nie legal Tabak kaufen. Befürworter halten dies für einen notwendigen Schritt – selbst wenn das Verbot den Reiz des Verbotenen verstärkt. Gegner werfen der Regierung vor, damit jüngere Generationen unfair zu benachteiligen und die Anti-Rauch-Politik des Landes auf eine harte Probe zu stellen.
Das lebenslange Tabakverbot in Großbritannien soll die Raucherquote nachhaltig senken. Sein Erfolg hängt davon ab, ob junge Menschen der Versuchung widerstehen. In Deutschland hingegen wird die Zigarette wieder zum Symbol jugendlichen Aufbegehrens.






