17 March 2026, 01:07

Schreibmaschinen und Pizza: Wie eine Initiative in Baden-Württemberg die Politik neu erfindet

Ein Blatt Papier mit einer Zeichnung einer vielseitigen Gruppe von Menschen, einige sitzen und einige stehen, mit dem Text "Die demokratische Plattform" darüber.

Schreibmaschinen und Pizza: Wie eine Initiative in Baden-Württemberg die Politik neu erfindet

Neue Demokratie-Initiative will politische Teilhabe in Baden-Württemberg stärken

Mit kreativen Methoden wie Schreibmaschinen-Aktionen, Pizzaabenden und offenen Diskussionsrunden wirbt eine neue Demokratie-Initiative für mehr politische Beteiligung im Land. Die Kampagne setzt auf ungewöhnliche Formate, um ein breiteres Publikum zu erreichen und mehr Menschen für den demokratischen Prozess zu begeistern.

Den Auftakt macht eine Schreibmaschinen-Aktion in Offenburg und Waldshut. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, ihre politischen Wünsche und Kritikpunkte auf Postkarten zu tippen. Diese werden gesammelt und nach der Wahl an die gewählten Parteien überreicht. Das praktische Format soll politische Äußerungen niedrigschwelliger gestalten.

Begleitet wird die Aktion von einer Reihe von Vorträgen, Wahlhilfen und Diskussionsabenden – etwa im Bildungszentrum Kloster St. Ulrich oder im Pfarrzentrum St. Georg. Die Veranstaltungen sollen Wählerinnen und Wähler informieren und den Austausch über zentrale Themen anregen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Reihe "Pizza trifft Politik", die gezielt Menschen in prekären Lebenslagen ansprechen soll. Durch die Verbindung von Essen und politischer Diskussion hofft die Initiative, die Wahlbeteiligung in Gruppen zu erhöhen, die sich sonst oft abgehängt fühlen. Stand Februar 2026 sind Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe als Veranstaltungsorte bestätigt.

Hinter der Demokratie-Initiative stehen unter anderem die Erzdiözese Freiburg mit ihrem Katholischen Bildungswerk, der Caritasverband Freiburg und der Katholische Familienverband der Erzdiözese Freiburg. Ihr gemeinsames Engagement unterstreicht, wie wichtig Teilhabe für eine lebendige Demokratie ist.

Mit Schreibmaschinen-Kampagnen, Pizzaabenden und öffentlichen Debatten bietet die Initiative neue Wege, sich politisch einzubringen. Die Postkarten aus den Schreibaktionen werden an gewählte Vertreter übergeben, während die "Pizza trifft Politik"-Reihe weiter in der Region wächst. Ob die Kampagne Erfolg hat, hängt davon ab, wie viele Bürgerinnen und Bürger sich vor und nach der Wahl einbringen.

AKTUALISIERUNG

Förderungsfrist für Demokratieinitiativen in Baden-Württemberg läuft ab

Eine kritische Chance für Baden-Württembergs Demokratieprojekte: Die Frist für die Landesförderung ist der 20. Februar 2026. Dies folgt den kreativen Beteiligungsformaten der Freiburger Initiative, die nun 5.000 Euro pro Ort Förderung erhalten können. Die Förderung richtet sich an Modellprojekte, die die politische Teilhabe, insbesondere von unterrepräsentierten Gruppen, erhöhen. Bewerbungen sind für Gemeinden, Vereine und zivilgesellschaftliche Organisationen möglich.