19 March 2026, 20:15

Sportministerkonferenz beschließt Zentrum für sicheren Sport und debattiert Frauen-Nordische Kombination

Außenansicht des Deutschen Sport & Olympia Museums in Berlin, das ein Gebäude mit Fenstern und einer Tür zeigt, umgeben von Bäumen und Bannern, unter einem bewölkten Himmel.

Sportministerkonferenz beschließt Zentrum für sicheren Sport und debattiert Frauen-Nordische Kombination

Die 53. Sportministerkonferenz (SMK) fand kürzlich auf der Insel Norderney statt, geleitet von Theresa Schopper, der Sportministerin von Baden-Württemberg. Zu den zentralen Themen zählten die Einrichtung eines Zentrums für sicheren Sport, die Förderung von mehr Bewegung bei Jugendlichen sowie die Debatte um die Zukunft der Nordischen Kombination der Frauen bei Olympischen Spielen.

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Im Rahmen der Konferenz kündigte Dr. Christiane Schenderlein, die Beauftragte der Bundesregierung für Sport und Ehrenamt, Pläne für ein unabhängiges Zentrum für sicheren Sport an. Die neue Einrichtung soll Maßnahmen zur Verhinderung interpersonaler Gewalt im Sport koordinieren und Opfer unterstützen. Daniela Behrens, Sportministerin von Niedersachsen, begrüßte den Beschluss und lobte die Konferenz für die Auseinandersetzung mit finanziellen und rechtlichen Herausforderungen, vor denen Sportvereine stehen.

Theresa Schopper betonte die Bedeutung, Kinder und Jugendliche zu mehr Bewegung zu motivieren. Sie schlug einen Nationalen Aktionsplan vor, um eine kulturelle Wende hin zu mehr körperlicher Aktivität einzuleiten. Andy Grote, Hamburger Sportsenator, unterstützte diesen Aufruf und forderte konkrete Schritte, um die Teilhabe junger Menschen am Sport zu stärken.

Armin Schuster, Sächsischer Staatsminister für Sport, äußerte Besorgnis über den Ausschluss der Nordischen Kombination der Frauen von den Olympischen Winterspielen 2026. Trotz wachsender Anerkennung – darunter die erste offizielle Weltcup-Saison 2021/22 und erfolgreiche Testwettkämpfe bei Weltmeisterschaften – forderte Schuster das Internationale Olympische Komitee (IOC) auf, die Disziplin in künftige Spiele aufzunehmen. Zudem verwies er auf die Notwendigkeit, das Sportfördergesetz zu verabschieden und in Sachsen eine unabhängige Agentur für Spitzensport zu etablieren.

Weiterhin wurden steuerliche Fragen für Sportvereine, die Vorbereitung großer Sportereignisse sowie die Initiative "Jugend trainiert" diskutiert, die den Jugendsport fördert. Dr. Schenderlein ging zudem auf das Sportfördergesetz ein, das die Rahmenbedingungen für Leistungssportler verbessern und Förderverfahren vereinfachen soll.

Die auf der Konferenz getroffenen Entscheidungen werden künftige Politiken in den Bereichen Athletenschutz, Jugendarbeit und olympische Teilhabe prägen. Das geplante Zentrum für sicheren Sport und der Nationale Aktionsplan zielen auf nachhaltige Verbesserungen im deutschen Sport ab, während die Forderungen nach einer Wiedereinführung der Nordischen Kombination der Frauen den größeren Anspruch nach Geschlechtergerechtigkeit im Wintersport unterstreichen.

Quelle