08 April 2026, 00:20

Straßenfußball, Ostseefischerei und Martinsumzüge sind jetzt offizielles Kulturerbe

Plakat für das Eidgenössische Schützenfest in Frauenfeld, Deutschland, das einen Mann in einem Anzug und eine Frau in einem Kleid zeigt, die nebeneinander stehen, sowie Texte mit Ereignisinformationen.

Straßenfußball, Ostseefischerei und Martinsumzüge sind jetzt offizielles Kulturerbe

Deutschland hat neue Traditionen in seine Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Der Staatsminister für Kultur, Wolfram Weimer, gab gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission die neuesten Ergänzungen bekannt. Dazu zählen die Fischerei in der Ostsee, das Straßenfußballspielen auf dem Bolzplatz sowie die Laternenumzüge zu St. Martin im Rheinland.

Die Entscheidung unterstreicht die vielfältigen kulturellen Praktiken des Landes, doch einige bemerkenswerte Auslassungen haben eine Debatte ausgelöst. Auch die Schaustellerkultur auf Volksfesten und das handwerkliche Schneiderhandwerk für Herrenmode wurden gewürdigt. Beamte bezeichneten die Neuzugänge als einen "kreativen, inklusiven und innovativen" Meilenstein für das deutsche Kulturerbe.

Weimer vertritt eine klare Haltung zur staatlichen Förderung kultureller Anerkennung. Kürzlich strich er ein Übersetzungsprojekt für palästinensische Autor:innen aus dem Berliner Hauptstadtkulturfonds. Dieser Schritt löste Proteste von Kulturminister:innen und Senator:innen in acht SPD-geführten Bundesländern aus.

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Nicht alle Einreichungen fanden Aufnahme in die Liste. Die SPD-Sommerfest-Bratwurst, der Döner sowie unabhängige linksalternative Buchhandlungen blieben außen vor. Diese Auslassungen sorgen für Aufsehen, angesichts ihrer kulturellen Bedeutung im deutschen Alltag.

Die aktualisierte Liste spiegelt nun ein breiteres Spektrum deutscher Traditionen wider. Die Ostseefischerei, der Straßenfußball und die Martinsumzüge reihen sich ein in die Riege der offiziell anerkannten Bräuche. Gleichzeitig prägen die Ausgrenzung bestimmter Elemente sowie Weimers strenge Förderentscheidungen weiterhin die Diskussionen über den Erhalt des kulturellen Erbes.

Quelle