Streit um Balkonanbau am Peitinger Hauptplatz: Ästhetik vs. Parkplatznot
Lea HerrmannStreit um Balkonanbau am Peitinger Hauptplatz: Ästhetik vs. Parkplatznot
Ein Plan, Balkone an einem Gebäude am Hauptplatz von Peiting anzubauen, hat unter lokalen Politikern für Diskussionen gesorgt. Der Vorschlag, bei dem zwei Balkone in den Obergeschossen über die Grundstücksgrenze hinausragen sollen, wurde diese Woche im Bauausschuss der Stadt beraten.
Die Balkone würden 1,45 Meter von der Westfassade des Gebäudes hervorspringen. Zwar hatte der Eigentümer zunächst erwogen, Balkone zur Straßenseite hin anzubringen, doch dies wurde abgelehnt, da das betreffende Land der Kommune gehört. Christian Hack, Leiter des städtischen Bauamts, bestätigte diese Einschränkung.
Bürgermeister Peter Ostenrieder erkannte Bedenken hinsichtlich der Parkplatzsituation an, betonte jedoch, dass der Eigentümer die geltenden Vorschriften eingehalten habe. Da es sich um eine geringfügige Änderung handle, könne die Genehmigung trotz des Überhangs erteilt werden. Die Mehrheit der Ausschussmitglieder unterstützte den Plan, während Stadtrat Norbert Merk (CSU) seine Zustimmung verweigerte.
Michael Deibler (CSU) bezeichnete das Design als "kaum akzeptabel" in ästhetischer Hinsicht. Andreas Barnsteiner (BVP) hingegen argumentierte, die Balkone würden zu den Proportionen des Gebäudes passen. Merk äußerte zudem Sorgen, wie neue Wohnungen die Verfügbarkeit von Parkplätzen vor Ort beeinträchtigen könnten.
Letztlich stimmte der Ausschuss mit nur einer Gegenstimme für den Balkonanbau. Die Entscheidung ermöglicht die Umsetzung des Projekts nach den aktuellen Bauvorschriften. Die Bedenken bezüglich der Parkplätze und die Kritik an der Optik bleiben jedoch ungelöst.






