"Stuttgart 21" öffnet an Ostern exklusive Blicke hinter die Kulissen der Mega-Baustelle
Paul Wagner"Stuttgart 21" öffnet an Ostern exklusive Blicke hinter die Kulissen der Mega-Baustelle
Stuttgarts lang ersehnter Bahn-Umbau "Stuttgart 21" öffnet an diesem Osterwochenende selten die Türen hinter die Kulissen. Von Karsamstag bis Ostermontag können Besucher Teile der gigantischen Baustelle besichtigen. Der Eintritt ist kostenlos, allerdings sind Tickets erforderlich – bis zu 78.000 Gäste werden in den drei Tagen erwartet.
Das Projekt zählt zu den größten Infrastrukturvorhaben Europas und gestaltet das Stuttgarter Schienennetz grundlegend um. Herzstück ist ein neuer unterirdischer Hauptbahnhof, der den alten Kopfbahnhof durch einen Durchgangsbahnhof ersetzt. Rund 60 Kilometer neue Gleise und 56 Kilometer Tunnel entstehen, wobei die innerstädtischen Tunnelröhren bereits fertiggestellt sind.
Die Besucher erhalten Einblick in zentrale Bereiche wie das historische Bonatz-Bau, das später Geschäfte, Restaurants und ein Hotel beherbergen wird. Die Führung umfasst auch die "Lichtaugen" und die Hauptbahnsteighalle von oben sowie Informationen zu angrenzenden Projekten wie dem neuen Stadtquartier Rosenstein. Außenarbeiten an der Fassade und den Rolltreppen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
Trotz der Fortschritte hat sich die teilweise Inbetriebnahme des Bahnhofs verzögert. Ein überarbeiteter Fahrplan wird nun frühestens Mitte 2026 erwartet, auch wenn einige Berichte von einer vollständigen Fertigstellung erst 2029 oder 2030 ausgehen. Offizielle Bestätigungen für die späteren Termine gibt es bisher nicht.
Der Zutritt ist geregelt: Tickets müssen vorab über die Projektgesellschaft Bahnprojekt Stuttgart–Ulm gebucht werden. Jeder Besucher kann bis zu sechs Karten reservieren, der Einlass erfolgt in zeitlich gestaffelten Slots, um Menschenmassen zu steuern.
Die Osterführungen bieten einen ersten Eindruck von der Dimension und Komplexität von Stuttgart 21. Mit fertigen Tunneln und sich abzeichnender Bahnhofsarchitektur schreitet das Projekt voran. Doch die angepasste Zeitplanung bedeutet, dass Fahrgäste noch länger auf Züge durch den neuen Knotenpunkt warten müssen.






