24 April 2026, 04:12

Südwestdeutschland setzt auf neue Tochterfirmen für flächendeckende E-Auto-Ladestationen

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt, Deutschland, ein großes mehrstöckiges Gebäude mit zahlreichen Fenstern, das in einer städtischen Umgebung mit Straßeninfrastruktur, Fahrzeugen, Grünflächen und einem bewölkten Himmel steht.

Südwestdeutschland setzt auf neue Tochterfirmen für flächendeckende E-Auto-Ladestationen

Neuer Schub für den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Südwestdeutschland

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In Südwestdeutschland nimmt eine Initiative zur Erweiterung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge Fahrt auf. Zwei Tochterunternehmen, die Ecowerk e-charge und die Ladestationen Südwest GmbH & Co. KG (LSG), wurden gegründet, um ein Netz öffentlicher Ladestationen aufzubauen und zu betreiben. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Städte wie Tübingen und Zweibrücken die steigende Nachfrage bedienen wollen, gleichzeitig aber rechtliche Einschränkungen für Energieversorger umschiffen müssen.

Die Stadtwerke Tübingen haben Ecowerk e-charge ins Leben gerufen, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur im Stadtkern und den umliegenden Gebieten voranzutreiben. Das Tochterunternehmen wird sowohl Schnellladestationen als auch langsamer ladende Säulen für längere Parkzeiten installieren. Zu den Leistungen gehören ein eigens entwickelter Ladestarif sowie maßgeschneiderte Lösungen für Unternehmen – von der Planung bis zum täglichen Betrieb.

Rechtliche Hürden nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) verbieten Netzbetreibern den Besitz oder Betrieb öffentlicher Ladestationen. Diese Regelung veranlasste die Stadtwerke Tübingen, separate Gesellschaften zu gründen, um einerseits die Vorschriften einzuhalten und andererseits neue Märkte zu erschließen. Kommunale Tochterunternehmen bieten zudem Vorteile wie wirtschaftliche Flexibilität, vereinfachte Personalplanung und bessere Beschaffungsmöglichkeiten.

In Zweibrücken wurde die LSG im Januar 2025 als Charge-Point-Operator (CPO) gegründet, wobei die Stadtwerke Zweibrücken eine Minderheitsbeteiligung halten. Das Unternehmen finanziert seine Aktivitäten über Ladegebühren und Roaming-Partnerschaften. Sophie-Charlotte Knecht, geschäftsführende Gesellschafterin der LSG, verweist auf anhaltende Hindernisse bei der Verbreitung von Elektrofahrzeugen, darunter Verbrauchersorgen wegen der Reichweite, hohe Anschaffungskosten und eine ungleichmäßige Abdeckung mit Ladestationen in einigen Regionen.

Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen, betont, dass Elektrofahrzeuge in puncto Kosten bereits mit herkömmlichen Benzin- oder Dieselautos konkurrieren können. Über die gesamte Nutzungsdauer gerechnet, sei ein E-Auto oft günstiger – dank Kraftstoffersparnis und geringerer Wartungskosten.

Die neuen Tochterunternehmen konzentrieren sich nun auf den bedarfsgerechten Ausbau der Ladeinfrastruktur. Ecowerk e-charge plant eine Expansion innerhalb der Konzessionsgebiete Tübingen, während die LSG Wachstum in Zweibrücken und darüber hinaus anstrebt. Beide wollen Lücken in der Infrastruktur schließen und den Umstieg auf Elektromobilität in der Region vorantreiben.

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