Türkei feiert WM-Qualifikation 2026 mit Jubel in Berlin und Pristina
Die Türkei hat sich mit einem knappen 1:0-Sieg gegen den Kosovo im entscheidenden Playoff-Finale für die Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert. Das Siegtor von Kerem Aktürkoğlu in der 53. Minute löste unter den Fans begeisterte Jubelfeiern aus – auch in Berlin, wo Hunderte auf die Straßen strömten. In der Stadt, in der seit Langem eine große türkische Gemeinschaft lebt, zogen Anhänger mit Flaggen schwenkend und in Autokorsos über den Kurfürstendamm.
Das entscheidende Spiel fand in der kosovarischen Hauptstadt Pristina statt, wo Aktürkoğlus Treffer die dritte WM-Qualifikation der Türkei in ihrer Geschichte besiegelte. Zuvor hatte das Team 1954 und 2002 an der Endrunde teilgenommen – damals erreichte die Mannschaft unter Führung des Stürmers Hakan Şükür das Halbfinale und belegte am Ende Platz drei.
In Berlin waren die Feiern laut und ausgelassen. Fans versammelten sich entlang des Kurfürstendamms, hupten, schwenkten türkische Flaggen aus fahrenden Autos und zündeten Feuerwerkskörper. Die Polizei registrierte vereinzelte Vorfälle, doch größere Zwischenfälle blieben aus. Die türkische Gemeinschaft in Berlin, die seit 65 Jahren in der Stadt verwurzelt ist – seit den ersten Anwerbeabkommen von 1961 –, prägt bis heute Stadtteile wie Kreuzberg. Orte wie das Café Kotti am Kottbusser Tor gelten als kulturelle Treffpunkte und spiegeln die enge Verbindung der Gemeinschaft mit dem Viertel wider.
Die WM 2026 wird für die Türkei die erste Teilnahme seit dem historischen Lauf von 2002 sein. Diesmal wird das Team in Stadien der USA, Kanadas und Mexikos antreten.
Mit der Qualifikation kehrt die Türkei nach mehr als zwei Jahrzehnten auf die weltweite Bühne zurück. Der Sieg hat die Fans begeistert, besonders in Berlin, wo die türkische Diaspora mit öffentlichen Kundgebungen des Stolzes feierte. Die Polizei überwachte die Feierlichkeiten und bestätigte kleinere Störungen, aber keine schweren Vorfälle.






