11 April 2026, 06:16

"Twist": Wie Sachsen-Anhalts Kunststipendiat:innen Traditionen neu erfinden

Ein Raum mit verschiedenen Kunstwerken, darunter gerahmte Fotos auf Tischen, Texttafeln an den Wänden, Deckenbeleuchtung und ein Teppichboden, der auf eine Ausstellung im Museum of Modern Art hinweist.

"Twist": Wie Sachsen-Anhalts Kunststipendiat:innen Traditionen neu erfinden

"Twist" – Neue Ausstellung in der Kunststiftung Sachsen-Anhalt eröffnet

In der Kunststiftung Sachsen-Anhalt hat die Ausstellung Twist ihre Pforten geöffnet. Die Schau vereint Werke von 25 Künstler:innen, die Landesstipendien erhielten, und erkundet das Konzept des "Twist" – sei es durch ungewöhnliche Blickwinkel, technische Experimente oder die Neudeutung von Traditionen. Besucher:innen sind eingeladen, Erwartungen zu hinterfragen und sich mit der lebendigen zeitgenössischen Kunstszene der Region auseinanderzusetzen.

Die Ausstellung präsentiert ein breites Spektrum künstlerischer Disziplinen: Neben klassischer Malerei und Grafik sind Glas-, Textil- und Keramikkunst ebenso vertreten wie Multimedia-Projekte und großformatige Installationen. Diese Vielfalt spiegelt die künstlerische Freiheit wider, die den Geförderten durch die staatliche Unterstützung ermöglicht wurde.

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Bei der Eröffnung betonte Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra, Twist sei ein "Schnittpunkt zwischen Tradition und Zukunft". Er unterstrich die Bedeutung des Schutzes künstlerischer Unabhängigkeit und warnte vor Bestrebungen, Kreativität auf nationale oder ideologische Agenden zu reduzieren. "Wir wollen keine identitätspolitische Wende, bei der nur zählt, was nationalistischem Denken dient", erklärte er und rief dazu auf, sich aktiv für offene Ausdrucksformen einzusetzen.

Zu den ausstellenden Künstler:innen zählen Miriam Albert, Christiane Budig, Andreas Köppe und Christina Wildgrube. Ihre Werke deuten bewährte Themen neu, loten technische Grenzen aus und verkörpern so das zentrale Motiv der Ausstellung: die Idee der Verwandlung.

Twist steht als Zeugnis für die Wirkung staatlich geförderter künstlerischer Freiheit. Die Schau zeigt nicht nur das Talent der 25 Stipendiat:innen, sondern lädt das Publikum ein, zeitgenössische Kunst zu hinterfragen und neu zu denken. Die Veranstalter:innen hoffen, damit eine breitere Debatte über Kreativität und ihre Rolle in der Gesellschaft anzustoßen.

Quelle