02 May 2026, 16:14

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – und lösen Sicherheitsalarm aus

Logo der NATO Joint Jet Pilot Training mit einem blauen Kreis mit einem weißen Stern, umgeben von vier farbigen Flaggen und dem Text 'NATO Joint Jet' in Weiß.

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – und lösen Sicherheitsalarm aus

Die USA haben Pläne bekannt gegeben, 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen – eine Entscheidung, die bei deutschen Politikern und Militärfachleuten auf scharfe Kritik stößt. Befürchtet werden negative Auswirkungen auf die Sicherheit, insbesondere bei der Abschreckung Russlands, sowie die Kündigung eines zentralen Rüstungsabkommens.

Die Reaktionen fallen quer durch das politische Spektrum Deutschlands deutlich aus. Der außenpolitische Sprecher der CDU, Jürgen Hardt, betonte die Bedeutung US-amerikanischer Stützpunkte wie des EUCOM in Stuttgart und der Ramstein Air Base. Er warnte, der Abzug schwäche die jahrzehntelange konventionelle Abschreckung. Siemtje Möller, verteidigungspolitische Sprecherin der SPD, bezeichnete den Schritt als „strategisch unbegründet“ und kritisierte die unberechenbare Vorgehensweise von Präsident Trump.

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Der fraktionsvorsitzende Abgeordnete der Linken, Sören Pellmann, bezeichnete den Abzug zwar als übertrieben dargestellt, mahnte jedoch an, dass der Bundesregierung ein klarer Übergangsplan fehle. Unterdessen wies der Militärfachmann Carlo Masala darauf hin, dass die Aufkündigung eines für 2024 geplanten US-deutschen Abkommens – das Marschflugkörper vom Typ Tomahawk und Hyperschallwaffen der Dark-Eagle-Klasse umfasst – eine größere Bedrohung darstelle als der Truppenabzug selbst. Dies schaffe eine gefährliche Lücke in der Abschreckung russischer Aggression, so Masala.

Möller forderte zudem die europäischen Staaten auf, ihre Investitionen in eigene Verteidigungssysteme zu beschleunigen. Ohne eine engere Zusammenarbeit drohe der Kontinent in puncto Sicherheit ins Hintertreffen zu geraten.

Der Truppenabzug und das gescheiterte Rüstungsgeschäft stellen Deutschland vor schwierige Fragen zur künftigen Sicherheitsstrategie. Politiker und Experten sind sich einig, dass dringend Maßnahmen erforderlich sind, um die entstehenden Sicherheitslücken zu schließen. Die Debatte verlagert sich nun darauf, wie Europa auf diese Veränderungen reagieren wird.

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