Warum YouTuber Josh Strife Hayes gezielt junge Zuschauer meidet – und damit polarisiert
Paul WagnerWarum YouTuber Josh Strife Hayes gezielt junge Zuschauer meidet – und damit polarisiert
Josh Strife Hayes, ein Content-Creator mit fast einer Million YouTube-Abonnenten und über 210.000 Followern auf Twitch, hat sich auf MMORPG-Videos spezialisiert. Seine Zielgruppe ist zwar klein, dafür aber für Werbetreibende besonders wertvoll – ein Umstand, der seine Inhaltsauswahl maßgeblich prägt. Kürzlich sorgten seine Entscheidungen sowohl bei Fans als auch bei Kritikern für Diskussionen.
Hayes konzentriert sich auf Spiele, die ein älteres, lukrativeres Publikum anziehen. Titel wie Minecraft – und dessen MMO-Server Wynncraft – meidet er bewusst, aus Sorge, damit jüngere Zuschauer anzulocken. Jüngere Zielgruppen erbringen in der Regel geringere Werbeeinnahmen, da Plattformen wie YouTube und Twitch über Cookies demografische Daten erfassen und die Auszahlungen entsprechend anpassen.
Seine Fans haben ihn wiederholt gebeten, Wynncraft in seiner Serie "Das schlechteste MMO aller Zeiten?" vorzustellen. Doch Hayes lehnte ab und verwies auf Bedenken, die Altersstruktur seiner Zuschauer zu verändern. Kritik erntete er auch für eine Kooperation mit World of Warcraft und Pinterest in einer Reihe von Shorts. Gegner warfen ihm vor, sich "verkauft" zu haben. Er verteidigte die Zusammenarbeit damit, lieber von Unternehmen als von seinen Zuschauern Geld zu verdienen.
Die Einnahmen auf YouTube hängen von Faktoren wie Videolänge und Zielgruppendemografie ab. Hayes passt seine Inhalte gezielt an, um eine zwar kleine, aber profitable Zuschauerbasis zu halten – selbst wenn das bedeutet, beliebte Wünsche zu ignorieren.
Nach wie vor setzt er auf Inhalte, die seinen finanziellen Zielen entsprechen. Seine Weigerung, bestimmte Spiele zu behandeln, unterstreicht den Spagat zwischen Fan-Erwartungen und Einnahmenstrategien. Vorerst bleibt sein Fokus auf MMORPGs, die seine Attraktivität für Werbekunden sichern.






