Weihnachtsgeld 2024: Warum von 2.987 Euro brutto oft nur die Hälfte übrig bleibt
Nina BauerWeihnachtsgeld 2024: Warum von 2.987 Euro brutto oft nur die Hälfte übrig bleibt
Weihnachtsgeld in Deutschland: Durchschnittlich 2.987 Euro brutto – doch netto bleibt weniger übrig
Arbeitnehmer in Deutschland erhielten 2024 ein durchschnittliches Weihnachtsgeld in Höhe von etwa 2.987 Euro brutto. Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben blieben ihnen jedoch meist nur 1.500 bis 1.900 Euro netto. Denn das Weihnachtsgeld unterliegt verschiedenen Abzügen, die die endgültige Auszahlung schmälern.
In Deutschland ist das Weihnachtsgeld in voller Höhe steuerpflichtig. Neben der Lohnsteuer fallen zusätzlich der Solidaritätszuschlag, gegebenenfalls die Kirchensteuer sowie Sozialversicherungsbeiträge an. Je nach Steuersatz und Gehaltshöhe behalten Beschäftigte daher in der Regel nur 50 bis 65 Prozent ihres Bonus.
Für Gutverdiener, deren Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegt, entfallen die Sozialabgaben auf das Weihnachtsgeld. Da ihr reguläres Gehalt bereits die Grenze erreicht oder überschreitet, profitieren sie von dieser Regelung. Zudem greift die Sechstelregelung, wenn das Weihnachtsgeld mehr als 25 Prozent eines monatlichen Bruttogehalts beträgt – das kann die Steuerlast mindern.
Da das Weihnachtsgeld jährlich und nicht monatlich versteuert wird, kann es einige Arbeitnehmer in einen höheren Steuersatz drücken. Eine Steuererklärung lohnt sich jedoch oft: Wurde zu viel Lohnsteuer einbehalten, gibt es im Folgejahr eine Rückerstattung. So lässt sich unter Umständen ein Teil des Bonus nachträglich zurückholen.
Fazit: 2024 lag das durchschnittliche Netto-Weihnachtsgeld in Deutschland zwischen 1.500 und 1.900 Euro. Wie viel am Ende übrig bleibt, hängt von Steuersatz und Beitragsgrenzen ab. Mit einer Steuererklärung können Beschäftigte einen Teil der Abzüge später zurückerhalten.
