Elektronisches Trinkgeld spaltet die Deutschen: Wer vertraut – und wer zweifelt?
Paul WagnerElektronisches Trinkgeld spaltet die Deutschen: Wer vertraut – und wer zweifelt?
Eine neue Umfrage zeigt gemischte Gefühle der Deutschen zum elektronischen Trinkgeld. Viele stellen die Fairness vorgegebenen Trinkgeldbeträge infrage und bezweifeln, ob das Geld tatsächlich beim Personal ankommt. Die Ergebnisse offenbaren deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen.
Nur 29 Prozent der Deutschen empfinden vorgegebene Trinkgeldprozente beim Kartenzahlen als praktisch. Ein beträchtlicher Anteil von 64 Prozent gibt jedoch zu, dass diese Standardoptionen sie dazu verleiten, mehr Trinkgeld zu geben als ursprünglich geplant. Besonders ältere Menschen zeigen sich skeptisch: Lediglich 22 Prozent der über 65-Jährigen befürworten das System.
Fast sieben von zehn Befragten (68 Prozent) kritisieren, dass die Terminals Trinkgeld erst ab zehn Prozent anbieten. Trotzdem sind 55 Prozent der Meinung, dass elektronisches Trinkgeld zum Standard werden sollte.
Auch das Vertrauen in das System variiert stark nach Alter. Während 63 Prozent der 16- bis 29-Jährigen glauben, dass elektronische Trinkgelder vollständig beim Personal ankommen, teilen nur 48 Prozent der über 65-Jährigen diese Überzeugung. In der Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen liegt das Vertrauen bei 47 Prozent – leicht unter dem bundesweiten Durchschnitt von 52 Prozent.
Die Ergebnisse unterstreichen Bedenken hinsichtlich Transparenz und Fairness beim digitalen Trinkgeld. Jüngere Deutsche vertrauen dem Prozess tendenziell mehr als ältere Generationen. Gleichzeitig spricht sich eine Mehrheit dafür aus, elektronisches Trinkgeld zur Norm zu machen.






