02 April 2026, 18:16

Goslar testet Tempo-30-Zone für mehr Sicherheit im Stadtteil Ohlhof

Vorsicht Geschwindigkeitsbegrenzungsschild an der Seite einer Straße mit einer Wand, Gras, Wasser, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Goslar testet Tempo-30-Zone für mehr Sicherheit im Stadtteil Ohlhof

Goslar startet ab 9. April sechsmonatige Testphase für Tempo-30-Zone auf Ohlhofbreite und Kurt-Schumacher-Allee

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Ab dem 9. April führt Goslar ein halbes Jahr lang eine Testphase für eine Tempo-30-Zone auf der Ohlhofbreite und der Kurt-Schumacher-Allee ein. Das Pilotprojekt zielt darauf ab, die Geschwindigkeiten zu reduzieren und die Verkehrssicherheit im Stadtteil Ohlhof zu verbessern, wo Anwohner seit Langem Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung fordern.

In der Testzone gilt die Regel "Rechts vor Links", was bedeutet, dass Autofahrer Fahrzeugen von rechts Vorfahrt gewähren müssen. Während der Erprobungsphase werden weder Blitzer noch andere Kontrollen eingesetzt. Stattdessen setzt die Stadt auf regelmäßige Verkehrsuntersuchungen, um die gefahrenen Geschwindigkeiten zu erfassen und die Wirksamkeit der Zone zu bewerten.

Vor Einführung des Versuchs lagen die durchschnittlichen Geschwindigkeiten auf diesen Straßen zwischen 35 und 40 km/h. Dies entspricht den Werten aus vergleichbaren städtischen Gebieten in Städten wie Hannover und Braunschweig, wo die Geschwindigkeiten ohne Beschränkungen typischerweise zwischen 32 und 42 km/h liegen – so das Ergebnis von Studien des Bundesanstalt für Straßenwesen aus den Jahren 2023 und 2024.

Das Projekt stößt auf breite lokale Unterstützung. Eine Petition von 238 Ohlhofer Anwohnern forderte Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, und sowohl der Stadtteilverein Ohlhof als auch der Goslarer Stadtrat befürworten die Initiative. Bei Erfolg könnte die Tempo-30-Regelung dauerhaft eingeführt werden.

Ziel ist es, die Geschwindigkeiten auf ein V85-Niveau von 36 km/h zu senken – das bedeutet, dass nicht mehr als 15 Prozent der Fahrer diese Grenze überschreiten sollten. Die Verantwortlichen erhoffen sich dadurch eine höhere Verkehrssicherheit und eine bessere Lebensqualität im Viertel.

Die Testphase beginnt am 9. April und läuft sechs Monate. Zeigen die Daten eine nachhaltige Verringerung der Geschwindigkeiten, könnte die Zone beibehalten werden. Die Stadt plant, die Ergebnisse zu nutzen, um über eine Ausweitung ähnlicher Maßnahmen an anderen Standorten in Goslar zu entscheiden.

Quelle