Hamburg festigt Spitzenposition als Deutschlands führender Kreuzfahrthafen 2023
Paul WagnerHamburg bleibt Deutschlands größter Kreuzfahrthafen - Hamburg festigt Spitzenposition als Deutschlands führender Kreuzfahrthafen 2023
Hamburg hat seine Position als Deutschlands führender Kreuzfahrthafen weiter gestärkt: 2023 gingen dort rund 1,4 Millionen Passagiere an Land – ein deutlicher Anstieg um 100.000 im Vergleich zum Vorjahr. Zudem verzeichnete die Stadt 295 Schiffsanläufe und festigte damit ihre Spitzenstellung in der Branche.
Das Wachstum des Hafens geht einher mit Bemühungen, die Umweltbelastung zu verringern. Im vergangenen Jahr nutzten 162 Kreuzfahrtschiffe Landstromanschlüsse, sodass sie während der Liegezeit ihre Motoren abstellen konnten. Bis 2024 werden alle drei Hamburger Kreuzfahrtterminals über diese Infrastruktur verfügen – und damit EU-Vorgaben ganze vier Jahre vor Frist erfüllen.
Auch in anderen Häfen wie Kiel und Kopenhagen wurde Landstrom eingeführt, was Schiffen emissionsfreie Liegezeiten ermöglicht. Dennoch bleibt die Kreuzfahrtbranche stark von fossilen Brennstoffen abhängig, während Fortschritte bei saubereren Alternativen nur zögerlich vorankommen.
Zudem profitiert der Tourismus von der wachsenden Kreuzfahrtbranche: Fast 38 Prozent der Passagiere übernachten mittlerweile mindestens eine Nacht vor oder nach ihrer Reise in Hamburg – doppelt so viele wie noch 2016. Im Schnitt geben diese Besucher 133,59 Euro vor Ort aus.
Die Umweltorganisation NABU setzt sich seit Langem für geringere Emissionen in der Kreuzfahrtindustrie ein. Seit 2011 kämpft sie für umweltfreundlichere Betriebsweisen und will die ökologische Bilanz der Branche weiterhin kritisch begleiten.
Hamburgs Kreuzfahrtsektor wächst weiter, mit steigenden Passagierzahlen und Schiffsanläufen. Die frühe Einführung von Landstrom soll die Emissionen senken, doch der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bleibt eine Herausforderung. Gleichzeitig belebt der Kreuzfahrttourismus die lokale Wirtschaft, da immer mehr Gäste ihren Aufenthalt verlängern.






