Merz drängt auf bessere Schienenverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa
Paul WagnerMerz drängt auf bessere Schienenverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa
Deutschland könnte bald Pläne für bessere Schienenverbindungen nach Osteuropa neu prüfen. CDU-Chef Friedrich Merz fordert eine Stärkung der Anbindungen und argumentiert, dass das Land ein "strategisches Interesse" an der Verbesserung der Strecken nach Polen und Tschechien habe. Das Thema soll in den kommenden Wochen wieder auf die Tagesordnung der Kabinettssitzungen kommen.
Merz setzt sich seit Längerem für den Ausbau der Schienennetze ein, die Deutschland mit seinen östlichen Nachbarn verbinden. Sowohl die polnische als auch die tschechische Regierung haben das Thema in Gesprächen mit ihm angesprochen. Seine Äußerungen folgen weiteren Diskussionen über das Wirtschaftswachstum in Ostdeutschland, wo Bundeskanzler Olaf Scholz kürzlich mit den Ministerpräsidenten der Länder zusammenkam.
Aktuell konzentrieren sich die Infrastrukturprojekte auf innerdeutsche Modernisierungen. Die Deutsche Bahn erneuert die Strecke Berlin–Hamburg, wobei die Arbeiten noch bis Juni 2026 andauern werden. Diese Baumaßnahmen führen jedoch zu vorübergehenden Umleitungen, die auch den Berlin-Polen-Verkehr über den Bahnhof Gesundbrunnen betreffen. Die nationalen Schienenausbaupläne reichen noch weiter: Entwicklungen sind bis 2036 vorgesehen.
Die erneute Aufmerksamkeit für grenzüberschreitende Bahnverbindungen fällt in eine Phase, in der Deutschland seine langfristigen Verkehrsbedürfnisse bewertet. Während bestehende Projekte vor allem innerdeutsche Strecken im Blick haben, werden nun auch mögliche Erweiterungen nach Osteuropa diskutiert. Entscheidungen hierzu hängen von künftigen Kabinettsberatungen und der Abstimmung mit den Nachbarregierungen ab.






