02 April 2026, 10:15

Spätaussiedler aus Kasachstan: Warum ihre Zahl in Friedland 2025 auf ein Rekordtief sank

Alter Umschlag mit einem deutschen Stempel von 1909, frankiert "Österreich - Deutschland - Cover nach Deutschland - 7. August 1909".

Spätaussiedler aus Kasachstan: Warum ihre Zahl in Friedland 2025 auf ein Rekordtief sank

Friedland, Deutschlands zentrale Erstaufnahmeeinrichtung für Spätaussiedler, verzeichnete 2025 insgesamt 4.238 Neuankömmlinge. Davon stammten 1.079 aus Kasachstan – eine Zahl, die deutlich unter den Werten früherer Jahrzehnte liegt. Der kontinuierliche Rückgang spiegelt den allgemeinen Trend bei der Migration aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland wider.

In den 1990er-Jahren führte der Zusammenbruch der Sowjetunion zu einem starken Anstieg von ethnischen Deutschen aus Kasachstan, die die deutsche Staatsbürgerschaft zurückerlangen wollten. Auf dem Höhepunkt kamen jährlich über 38.000 kasachische Spätaussiedler nach Deutschland. Doch durch verschärfte Regelungen in den Jahren 1993, 1999 und 2005 wurden die Zugangsvoraussetzungen strenger, was den Zuzug bremste.

Bis 2010 sank die Zahl der jährlichen Registrierungen aus Kasachstan auf 508. Nur zwei Jahre später verringerte sie sich weiter auf 422. Trotz eines leichten Anstiegs 2024, als 2.546 kasachische Spätaussiedler erfasst wurden, bleibt der Gesamttrend rückläufig.

2025 nahm Friedland neben den kasachischen Zuwanderern auch 2.562 Menschen aus Russland, 381 aus der Ukraine und 80 aus Kirgisistan auf. Die abnehmende Migration aus Kasachstan ist auf eine alternde Bevölkerung, verbesserte wirtschaftliche Bedingungen im Land sowie eine sinkende Zahl von Geburten unter ethnischen Deutschen zurückzuführen. Friedland bleibt weiterhin die erste Anlaufstelle für Integrationshilfen und unterstützt Neuankömmlinge bei der Eingewöhnung in Deutschland.

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Die Zahl der kasachischen Spätaussiedler in Deutschland liegt mittlerweile nur noch bei wenigen Tausend pro Jahr – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den Zehntausenden der 1990er-Jahre. Mit 1.079 Registrierungen im Jahr 2025 unterstreicht der Trend die veränderten Migrationsmuster und die strengeren Aufnahmebestimmungen. Friedland bleibt ein zentraler Knotenpunkt für diejenigen, die noch im Rahmen der Spätaussiedlerprogramme ankommen.

Quelle