Taurus-Debatte spaltet Deutschland: Warum die Ukraine weiter auf Waffen wartet

Admin User
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Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer KriegsSzene mit Text darüber.

Taurus-Debatte spaltet Deutschland: Warum die Ukraine weiter auf Waffen wartet

Deutschland bleibt auch Ende 2025 in der Frage der Lieferung von Marschflugkörpern vom Typ Taurus an die Ukraine gespalten. Trotz anhaltender Debatten hat bisher kein europäisches Land die langstreckigen Waffen bereitgestellt. Unterdessen fordern politische Akteure entschlossenere Maßnahmen, um Kiew zu unterstützen und der russischen Aggression entgegenzutreten.

Nun haben zwei prominente Stimmen – der CDU-Verteidigungsexperte Roderich Kiesewetter und Bundestagsvizpräsident Omid Nouripour – die Forderungen nach stärkerer militärischer und finanzieller Unterstützung für die Ukraine verschärft. Sie warnen, dass Verzögerungen Menschenleben kosten.

Kiesewetter plädiert für eine klarere europäische Haltung in der Ukraine-Frage. Ein von Russland diktierter Frieden oder eine Kapitulation Kiews seien inakzeptabel, betont er. Stattdessen müsse Europa den Sieg der Ukraine anstreben und konsequente Schritte unternehmen, um ihn zu sichern.

Darüber hinaus schlägt er vor, die Wiederherstellung der ukrainischen Grenzen von 1991 als klares strategisches Ziel zu definieren. Neben militärischer Hilfe fordert Kiesewetter mehr Engagement bei der Dokumentation und Verfolgung russischer Kriegsverbrechen. Gleichzeitig mahnt er eine bessere Aufklärung der europäischen Bürger über die Bedeutung des Konflikts an – andernfalls drohe die öffentliche Unterstützung zu schwinden.

Auf praktischer Ebene regt Kiesewetter Inspektionen der russischen Schattenflotte in der Ostsee an. Zudem solle Europa die Luftverteidigung im Westen der Ukraine übernehmen, um die dortigen Streitkräfte zu entlasten.

Nouripour erhöht den Druck, indem er Deutschland direkt auffordert, Taurus-Marschflugkörper zu liefern. Die bisherige Zurückhaltung habe bereits unnötige ukrainische Opfer gefordert, argumentiert er. Neben den Raketen fordert er eine verstärkte finanzielle Unterstützung für die ukrainische Rüstungsindustrie, um langfristig die Eigenversorgung zu sichern.

Die Bundesregierung lehnt die Lieferung der Taurus-Raketen jedoch weiterhin ab – mit Verweis auf Eskalationsrisiken und operative Bedenken. Die Frage bleibt umstritten, während der Krieg sich hinzieht.

Die Debatte um die Taurus-Raketen offenbart tiefere Spaltungen in Europas Ukraine-Politik. Während Politiker nachdrücklicheres Handeln fordern, gibt es bisher keine konkreten Lieferzusagen. Die Forderungen nach mehr militärischer Hilfe, finanzieller Unterstützung und juristischer Aufarbeitung spiegeln die wachsende Frustration über die ausbleibende Lösung des festgefahrenen Konflikts wider. Bis auf Weiteres bleibt die Ukraine auf die bestehende Unterstützung angewiesen – während die Diskussion über Langstreckenwaffen ungelöst bleibt.

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