AfD auf Rekordkurs: Wie Baden-Württemberg zum rechtspopulistischen Hotspot wird
AfD auf Rekordkurs: Wie Baden-Württemberg zum rechtspopulistischen Hotspot wird
Die rechtspopulistische AfD gewinnt in Baden-Württemberg an Boden – einem Land, das einst als resistent gegen ihren Einfluss galt. Umfragen zeigen die Partei nun bei 20 Prozent, ein Beweis dafür, dass sie längst kein reines Ostdeutschland-Phänomen mehr ist. Wachsende Jobunsicherheit und wirtschaftliche Ängste befeuern ihre Anziehungskraft bei Arbeitnehmern, die sich zunehmend rechtspopulistischer Rhetorik zuwenden statt traditionellen Gewerkschaften.
Baden-Württemberg galt lange als Hochlohnregion, doch aktuelle Stellenstreichungen bei Großkonzernen wie Daimler und Bosch haben das Vertrauen der Beschäftigten erschüttert. Der Industriesoziologe Klaus Dörre warnt, dass sich Frust über Arbeitsplatzverluste und Statusverlust nun gegen Migranten und Sozialhilfeempfänger richtet – statt gegen die eigentlichen Verantwortlichen in den Unternehmen. Diese Entwicklung spielt der AfD in die Hände, deren Spitzenkandidat Markus Frohnmaier mit Schreckensszenarien wie "Detroit 2.0" Ängste vor einem wirtschaftlichen Kollaps schürt. Seine Botschaft findet besonders bei Fabrikarbeitern Gehör, von denen viele "Protestwähler" sind, aber keine überzeugten Rechtsextremen.
Doch die Strategie der AfD geht über bloße Rhetorik hinaus. Der rechtsextreme Ideologe Benedikt Kaiser propagiert einen doppelten Ansatz: Gewerkschaften sollen gleichzeitig angegriffen und unterwandert werden. Zudem hat die Partei seit 2022 ihre Verbindungen zur rechtsextremen Zentrum-Gruppe vertieft – AfD-Co-Chefin Alice Weidel und Zentrum-Vorsitzender Oliver Hilburger treten gemeinsam bei Wahlkampfveranstaltungen auf. Dennoch gibt es keine Belege dafür, dass die AfD vor den Landtagswahlen 2024 gezielt Arbeiter in Betrieben mobilisiert hat.
Die Gewerkschaften wehren sich, stehen aber selbst unter Druck. Der 30-jährige Aktivist Danial Bamdadi von der IG-Metall-nahen Vereinigung zur Erhaltung der Demokratie versucht, Bündnisse zu schmieden und Extremismus entgegenzutreten. Doch seine Arbeit stößt auf Widerstände: Die grün-geführte Landesregierung verweigerte ihm die Einbürgerung – mit der Begründung, sein antifaschistisches Engagement sei nach einer Meldung des Verfassungsschutzes ein "Risiko". Gewerkschafter argumentieren, dass sie der AfD nur dann die Grundlage entziehen können, wenn sie für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen kämpfen – und klarmachen, dass nicht Migranten oder Sozialhilfeempfänger, sondern die Beschäftigten selbst die eigentlichen Opfer wirtschaftlicher Kürzungen sind.
Der Aufstieg der AfD in Baden-Württemberg spiegelt die wachsende Verunsicherung über Arbeitsplatzsicherheit und wirtschaftlichen Niedergang wider. Ohne gezielte Mobilisierung in den Betrieben fußt ihr Zulauf vor allem auf der Instrumentalisierung von Arbeiterfrust. Die Gewerkschaften stehen nun vor der Herausforderung, überzeugende Alternativen zu bieten – während die Rechte sich weiter als Stimme enttäuschter Beschäftigter inszeniert.
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