Warum Deutschlands Atomausstieg keine Stromimporte aus dem Ausland provozierte
Warum Deutschlands Atomausstieg keine Stromimporte aus dem Ausland provozierte
Deutschlands Atomausstieg nach Fukushima: Warum die Kritik an Energieimporten zu kurz griff
Die Entscheidung Deutschlands, nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 schrittweise aus der Kernenergie auszusteigen, löste eine Debatte über Energieimporte aus. Kritiker behaupteten, das Land werde künftig stärker auf Atomstrom aus Nachbarländern wie Tschechien angewiesen sein. Doch Daten und Experten zeigen: Die Realität ist weitaus komplexer.
Der Wandel begann abrupt im März 2011, als Deutschland nur Tage nach der japanischen Reaktorkatastrophe fast die Hälfte seiner Atomkraftwerke abschaltete.
In den Wochen nach Fukushima stellte Deutschland acht von 17 Reaktoren ab. Der Schritt riss plötzlich eine Lücke in der Stromerzeugung, doch der grenzüberschreitende Stromhandel mit Nachbarstaaten lief wie gewohnt weiter. Kritiker – darunter ein Der-Spiegel-Artikel aus dem Jahr 2011 – argumentierten, Deutschland werde schlicht mehr Atomstrom aus dem Ausland importieren, vor allem aus Tschechien, wo das Kernkraftwerk Dukovany nur 80 Kilometer von der Grenze entfernt liegt.
Frankreich, das stark auf Kernenergie setzt, betreibt zwar keine Reaktoren innerhalb von 80 Kilometern zu Deutschland. Das tschechische Kernkraftwerk Temelín liegt mit etwa 120 Kilometern weiter entfernt. Dennoch blieb die Sorge, Deutschlands Anti-Atom-Kurs führe zu einer indirekten Abhängigkeit von ausländischem Atomstrom.
Doch der Energieexperte Craig Morris wies diese Behauptungen als physikalisch unmöglich zurück. Atomkraftwerke, so seine Argumentation, arbeiteten bereits nahe der Vollauslastung und könnten ihre Produktion nicht spürbar steigern. Auch der Energiemarkt-Analyst Montel hatte vor Fukushima von einem Stromüberangebot in Deutschland berichtet – ein Hinweis darauf, dass das Netz die Veränderungen verkraften konnte.
Die Zahlen erzählten eine andere Geschichte: Statt zum Nettoimporteur zu werden, steigerte Deutschland nach 2011 sogar seine Stromexporte. 2012 und 2013 blieb das Land einer der größten Stromexporteure Europas und erreichte Rekordwerte. Österreich ging unterdessen einen strengeren Weg und verbot im Sommer 2013 alle Atomstromimporte – das Verbot trat 2015 in Kraft.
Der deutsche Atomausstieg führte nicht zu einem Anstieg der Atomstromimporte. Stattdessen festigte – ja erweiterte – das Land seine Rolle als Netto-Stromexporteur. Die Diskussion über eine ausländische Atomabhängigkeit prallte letztlich auf die technischen Grenzen der Reaktorleistung und die tatsächlichen Stromflüsse über die Grenzen.
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