"Pinocchio"-Kommentar über Merz bleibt straffrei – doch die Debatte geht weiter
Friedrich Merz kann als 'Pinocchio' kritisiert werden - "Pinocchio"-Kommentar über Merz bleibt straffrei – doch die Debatte geht weiter
Ein Facebook-Nutzer, der Bundeskanzler Friedrich Merz als "Pinocchio" bezeichnete, bleibt straffrei, nachdem die Behörden die Äußerung als zulässige Kritik einstuften. Die Entscheidung fällt in eine Zeit verschärfter Maßnahmen gegen Online-Beleidigungen von Politikern. In den vergangenen Jahren führten Hunderte von Fällen mit beleidigenden Postings über Merz zu Ermittlungen – teilweise sogar zu Hausdurchsuchungen.
Der "Pinocchio"-Kommentar tauchte während Merz' Besuch in Heilbronn in einem Beitrag unter einem Facebook-Post der örtlichen Behörde auf. Fast 400 weitere Kommentare aus demselben Thread werden noch auf mögliche Straftatbestände geprüft. Zunächst hatten die Behörden erwogen, Anklage nach § 188 StGB (üble Nachrede und Verleumdung gegen Personen des politischen Lebens) zu erheben, stellten das Verfahren jedoch später ein.
Seit Merz im Januar 2022 CDU-Vorsitzender wurde, registrierten die Behörden Hunderte von Strafverfahren wegen Beleidigungen gegen ihn. Sozialmedia-Posts, in denen er als "Arschloch" oder "kleiner Nazi" beschimpft wurde, lösten mehrfach Razzien aus – einige davon erklärte die Justiz später für rechtswidrig. Das Muster ähnelt anderen prominenten Fällen, wie etwa einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe für einen Mann, der die früheren Minister Robert Habeck und Karl Lauterbach als "Freaks" und "Idioten" bezeichnete und gleichzeitig zu Gewalt gegen sie aufrief.
Der Pinocchio-Vergleich selbst geht auf Carlo Collodis Roman von 1883 zurück, in dem die Holznase der Puppe mit jeder Lüge wächst. Zwar wirkt der Vergleich auf den ersten Blick harmlos, doch die rechtliche Prüfung politischer Beleidigungen im Netz bleibt streng – auch wenn nicht alle Fälle zu einer Anklage führen.
Die Entscheidung setzt ein Zeichen dafür, wie politische Kritik in Deutschland bewertet wird. Angesichts Hunderter noch laufender Ermittlungen bleibt die Abwägung zwischen Meinungsfreiheit und rechtlichen Konsequenzen umstritten. Vorerst gilt die Bezeichnung Merz' als "Pinocchio" noch als akzeptabel – bei schwerwiegenderen Beleidigungen drohen jedoch weiterhin strafrechtliche Folgen.
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