„Sondervermögen“ als Unwort des Jahres: Wie Sprache Schulden verschleiert
Warum 'Sondervermögen' das Unwort des Jahres 2025 ist - „Sondervermögen“ als Unwort des Jahres: Wie Sprache Schulden verschleiert
Der Begriff "Sondervermögen" ist zum Unwort des Jahres 2025 gekürt worden. Die Jury kritisiert damit seinen politischen Gebrauch, der die Realität neuer Schulden verschleiert. Im Vorjahr hatte der umstrittene Ausdruck "biodeutsch" den Negativpreis erhalten – wegen seiner ausgrenzenden Konnotation.
Die Kampagne "Unwort des Jahres" deckt sprachliche Formulierungen auf, die der Demokratie schaden, die Menschenwürde verletzen oder gezielt täuschen. Jährlich sichtet die Jury öffentliche Vorschläge und wählt einen Begriff aus, der besonders irreführend oder diskriminierend wirkt. Diesmal fiel die Wahl auf "Sondervermögen", weil er Schulden als vermeintliches Vermögen statt als Kreditaufnahme darstelle.
Ein Sondervermögen ist ein außerhaushaltsmäßiger Topf, mit dem die Bundesregierung zusätzliche Schulden aufnehmen kann – ohne die strengen Haushaltsregeln wie die Schuldenbremse zu berühren. Ein Beispiel ist der 500-Milliarden-Euro-Fonds für Klima und Infrastruktur, der vollständig über Kredite finanziert wird. Befürworter argumentieren, er fördere langfristiges Wachstum; Kritiker sehen darin einen verdeckten Schattenhaushalt. Die Jury verwies auf den sprachlichen Unterschied: Während die Formulierung "Der Bundestag beschließt ein Sondervermögen für die Aufrüstung der Bundeswehr“ neutral klingt, verbirgt sich dahinter die Tatsache, dass "die Modernisierung des Militärs neue Schulden erfordert". Dieser sprachliche Kunstgriff, so die Jury, verschleiere die tatsächlichen finanziellen Folgen. Der Begriff suggeriere, die Mittel stammten aus bestehenden Ressourcen – nicht aus neuer Kreditaufnahme. Auf Platz zwei landete das "Zustrombegrenzungsgesetz" (Gesetz zur Begrenzung des Zuzugs), das die Jury als verharmlosende Umschreibung für restriktive Migrationspolitik brandmarkte.
Die Auswahl von "Sondervermögen" unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Transparenz in der Staatsfinanzierung. Indem neue Schulden als "Sondervermögen" etikettiert werden, lenkt der Begriff den Blick von der eigentlichen Kreditaufnahme ab. Die Entscheidung der Jury spiegelt damit die größere Debatte wider, wie Sprache politische Verantwortung prägt – oder verwischt.
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